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ROTER MORGEN online 2, 2009
„Wir zahlen nicht für Eure Krise!“
55.000 demonstrieren in Berlin und Frankfurt
Bei den Demos am 28. März in Berlin und Frankfurt kamen rund 55.000 Menschen aus ganz Deutschland zusammen, um unter der Losung „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ gegen die Abwälzung der Krise auf die Schultern der ArbeiterInnen und Werktätigen, der Arbeitslosen, StudentInnen, SchülerInnen und RentnerInnen zu protestieren.
Mit der Losung „Wir zahlen nicht für Eure Krise!“ hat das breite Demo-Bündnis einen klaren Trennungsstrich zu den Handlangern des Kapitals in den Gewerkschaftsführungen gezogen. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass auffallend viele KollegInnen aus Betrieben, dass viele GewerkschafterInnen und gewerkschaftliche Gliederungen, wie z.B. die IG Metall Frankfurt oder der ver.di-Landesbezirk Baden-Württemberg, zu den Demos aufgerufen und mobilisiert haben und dort massiv aufgetreten sind.
Ebenso erfreulich ist, dass auffallend viele Jugendliche aus Schüler-, Studenten- und Auszubildendeninitiativen demonstriert haben.
Es war bei den Demos augenfällig, dass immer mehr Menschen in Deutschland die Frage nach der gesellschaftlichen Perspektive aufwerfen. Immer mehr Menschen erkennen, dass der Kapitalismus ihnen keine Perspektive mehr bieten kann und dass er beseitigt werden muss.
Gerade deshalb war es wichtig, mit der klaren Aussage, dass der Sozialismus die einzige Perspektive ist, auf den Demos aufzutreten: GenossInnen der KPD verteilten zusammen mit GenossInnen von Arbeit-Zukunft, von der KPD/ML und der Sozialistischen Linken (SoL) auf beiden Demos mehrere tausend Exemplare des gemeinsamen Flugblatts: „Wir zahlen nicht für Eure Krise! Das Kapital soll die Krise bezahlen!“ (s.u. auf dieser Seite).
Wie wir bereits in früheren Artikeln zu den 28.-März-Demos geschrieben haben, haben wir diese Demos vor allem als wichtige Gelegenheiten und Mittel betrachtet, um an der Schaffung einer möglichst breiten, kämpferischen Front gegen die Abwälzung der Krise auf unseren Schultern zu arbeiten.
Diese Arbeit ist mit den Demos keinesfalls getan, sondern fängt jetzt erst richtig an: Neben den zahlreichen lokalen und betrieblichen Protestaktionen wie kürzlich bei Thyssen-Krupp in Duisburg oder bei Opel sind die nächsten „großen“ Mobilisierungstermine die Demonstrationen am 1. Mai und die gewerkschaftlichen Demos am 16. Mai. Wir müssen all unsere Kräfte einsetzen, um auch diesen Demos ein kämpferisches Gesicht zu verleihen und sie zu Erfolgen zu machen!
Man kann nur unterstreichen, was ein Vertreter des Schülerstreikkomitees / Bonner Jugendbewegung in seiner Rede auf der Auftaktkundgebung am Frankfurter Hauptbahnhof sagte:
„Damit diese Demonstration erst ein erster Auftakt ist, muss die Arbeit in den Städten nach dem heutigen Tag mit doppeltem Einsatz und doppelter Motivation weitergeführt werden. So, und nur so, können wir die folgenden Proteste noch größer und noch erfolgreicher machen. “
© Verlag Roter Morgen, Postfach 900 753, 60447 Frankfurt/M.
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